Die Vielfalt des CoLis

Die folgenden Worte beschreiben das Studienleben verschiedener CoLi-Erscheinungsformen aufgrund der Prüfungsordnung und der Modulübersicht. Jedem Neu-CoLi sei hierbei bewusst, dass es si
ch um einen Vorschlag handelt, wie man das Ding in 6 Semestern rocken könnte, wenn man nur äußerst wenig Wert auf seine Freizeit läge. Ganz deutlich:

IHR KÖNNT EUER STUDIUM BELIEBIG STRECKEN, KURSE NACH BELIEBEN AUSWECHSELN UND VARIIEREN!

Ratsam wäre nur, die genannten Pflichtkurse in genannter Reihenfolge zu machen, aber auch das steht euch frei. Denkt nur dringend daran, dass die Orientierungsprüfung bis zum 3. Semester im Kasten sein muss!

Inhaltsverzeichnis

 


100 % Bachelor

 

Wenn ihr zu 100% Computerlinguistik studiert, bekommt ihr die volle Dröhnung: Es gibt kein selbst wählbares Nebenfach, sondern ihr müsst euch darauf einstellen, zu 25% Informatik zu studieren.
Richtig gehört: 100% Computerlinguistik bedeutet nämlich eigentlich 25% Informatik und nur 75% Computerlinguistik. Das ist allerdings die einzige Möglichkeit, Informatik im Nebenfach zu hören. Solltet ihr euch also für ein wenig Informatik interessieren, ist der 100%-Bachelor eindeutig dem 75%-Bachelor vorzuziehen.

Module

Ihr fangt also euer Studium an und fragt euch, was ihr für Veranstaltungen hören sollt. Die erste (und etwas verwirrende) Hilfe bietet euch dabei die Modulübersicht.
Hier werden für jeden Studiengang (100%,75%,50%,25%) die “Module” beschrieben, die ihr bestehen müsst. Ein Modul ist eine Art Sinneinheit, die einzelne oder mehrere Veranstaltungen beinhaltet. Die kleinsten Module beinhalten nur eine Veranstaltung (das sind die meisten), das größte Modul beinhaltet 6 Veranstaltungen. Alle diese Module müssen von euch mit Punkten gefüllt werden. Dabei habt ihr – abhängig von dem jeweiligen Modul – entweder genau vorgegeben, welche Veranstaltungen dort reingehört (Pflichtmodul/PM), oder ihr habt die Wahl aus einer Liste möglicher Veranstaltungen (Wahlpflichtmodul/WPM).
Wozu dieser ganze Terz? Module sind eine sinnvolle Sache, auch wenn sie erst einmal unnötig kompliziert erscheinen. Ihr werdet aber im fortschreitenden Studium feststellen, weshalb die Module so sind wie sie sind.

Was mache ich wann?

Die ersten drei Semester werden von Pflichtmodulen dominiert. Es ist also genau vorgegeben, welche Veranstaltungen ihr zu hören habt. Da so gut wie alle Veranstaltungen nur entweder im Winter- oder im Sommersemester angeboten werden, habt ihr auch wenig Spielraum, wann ihr welche Veranstaltung hören könnt.

Hier haben wir für euch übersichtlich und verständlicher als in der Modulübersicht zusammengestellt, was für Veranstaltungen 100%-Erstis also hören sollten (bitte beachtet, dass diese Angaben nur gelten, wenn ihr im Wintersemester mit CL anfangt. Für die Sommersemester-Erstis gibt es eine Hilfe weiter unten):

1. Semester (Wintersemester):

 

2. Semester (Sommersemester):

 

3. Semester (Wintersemester):

 

Höhere Semester:

Nach dem 3. Semester werden euch fast keine Pflicht-Veranstaltungen mehr vorgegeben. Jetzt gehen die Wahlpflichtmodule los, in denen ihr im Prinzip machen könnt was ihr wollt – naja, fast.

Was gibt’s denn noch?

Es gibt noch verschiedene Hürden und Meilensteine in eurem Studium, von denen wir die wichtigsten hier aufführen:

 

So. Fehlt noch was? Nö. Ach doch. Da war ja noch was mit Informatik!

Die Machete im Informatik-Dschungel

In der Informatik kommt man sich als CoLi zu Anfang ziemlich verloren vor, wenn man einen Blick auf das verhältnismäßig große Vorlesungsverzeichnis wirft. Denn alle informatischen Module sind Wahlpflichtmodule, das heißt ihr müsst euch euren Stundenplan in diesem Bereich von Anfang an selbst zusammenstellen. Ihr müsst 35 LP im Ergänzungsbereich und 8 LP in der Computerlinguistik füllen. Beachtet dazu, dass eine Vorlesung in der Informatik nicht wie bei uns 6 LP zählt, sondern 8 LP. Das geht auch mit einem etwas höheren Arbeitsaufwand einher. Hier geben wir euch Tipps, welche Veranstaltungen besonders nützlich und CoLi-freundlich sind.

Von diesen 3 Veranstaltungen müsst ihr mindestens zwei hören (eine im CL-Modul und eine im Informatik-Modul):

 

Von diesen 2 Veranstaltungen müsst ihr mindestens eine hören:

 

Und das sind weitere interessante Kurse:

 

Zu guter Letzt benötigt ihr ein einzelnes Proseminar, das in der Informatik nur 3 LP gibt (und nicht wie bei uns 6 LP). In jedem Semester werden andere interessante Seminare angeboten – besonders CL-relevant sind häufig die Seminare von den Dozenten Michael Gertz und Artur Andrzejak. Hier hilft es, sich von Komilitonen beraten zu lassen.

War’s das jetzt endlich?

Ja, das wars. Oder doch nicht? Gibt’s da nicht so was wie eine Bachelor-Arbeit? Gucken wir mal, was euch in den höheren Semestern erwartet…

 

Jetzt reicht’s mir aber!

Uns auch. Es sei denn, ihr beginnt euer Studium im Sommersemester. Dann wird’s jetzt erst lustig.

Hilfe, ich bin ein Sommer-Ersti!

Falls ihr im Sommersemester mit eurem Studium anfangt, ist das vielleicht nicht ganz so bequem, aber trotzdem machbar. Je nachdem, wie viel Vorwissen ihr habt, müsst ihr hier aber selbst entscheiden, ob ihr euch bestimmte Veranstaltungen zutraut. Ihr könnt in Veranstaltungen selbstverständlich auch nur “reinschnuppern” – für die Klasur müsst ihr euch erst gegen Ende des Semesters verbindlich anmelden.

Hier ist eine kleine Hilfestellung für euch:

1. Semester (Sommersemester):

 

2. Semester (Wintersemester):

 

Ab dem 3. Semester müsst ihr dann nur noch die Veranstaltungen hören, die ihr in den ersten beiden Semestern eben noch nicht gehört habt. Euer Studium unterscheidet sich dann im Prinzip nicht mehr von den Winter-Erstis. Weitere Information für Sommer-Erstis findet ihr auch bei den entsprechenden Instituts-FAQs.

Famous Last Words

Dieser Guide soll euch eine nützliche erste Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans bieten. Bitte verlasst euch aber nicht ausschließlich auf diese Information, da sich laufend Dinge ändern. Bitte fragt im Zweifelsfall bei der offiziellen Studienberatung nach! Bei weiteren Fragen hilft euch vielleicht auch unsere FAQ-Seite oder die des Instituts.

 


75 % Bachelor

Prinzipiell läuft der 75 % Bachelor in Computerlingusitik ähnlich ab wie der 100 % Bachelor.
So werden auch hier in den ersten drei Semestern die Grundlagenveranstaltungen besucht:
Man lernt zu programmieren (Programmieren I und Programmieren II), bekommt einen Einblick in die Computerlinguistik generell (Einführung in die Computerlinguistik) und die Linguistik im Speziellen (Formale Syntax, Formale Semantik).
Außerdem wird man an mathematischen Teil des Faches herangeführt, erst mit Logische und dann mit Mathematische Grundlagen der Computerlinguistik, bevor das ganze von Machine Learning in Statistische Grundlagen gekrönt wird.

Ist dieser Teil erst einmal überstanden, lässt sich das Studium wesentlich mehr nach dem eigenen Gutdünken gestalten: Es sind ebenfalls ein Hauptseminar sowie fünf Proseminare zu besuchen (zu letzteren lassen sich auch manche Vorlesungen anrechnen). Hat man vorher die Programmierprüfung bestanden und das Softwareprojekt abgeschlossen, steht der Bachelorarbeit und -prüfung doch eigentlich nichts mehr im Wege, oder?

Richtig…fast.

Zum einen braucht ihr Punkte aus übergreifenden Kompetenzen, 20 LP an der Zahl. Diese erhaltet ihr aus Sprachkursen, fachfremden Veranstaltungen und -praktischerweise – dem Softwareprojekt sowie dem Pflichtpraktikum, welches ihr im Bachelor absolvieren müsst.
Zudem seit ihr nicht ganz von der Informatik befreit: Ihr müsst, unabhängig von eurem Nebenfach, trotzdem eine derartige Vorlesung belegen (Klassiker sind dabei die Datenbanken- oder Algorithmen- & Datenstrukturen-Vorlesung).

Und noch was: Ihr habt ja auch noch ein Nebenfach. Das solltet ihr nicht vergessen. Ist auch recht wichtig.

 


50 % Bachelor

Auch beim 50 % Bachelor handelt es sich um eine abgespeckte Version des 100 % Bachelors – nun müsst ihr ja auch noch ein anderes Fach als Hauptfach studieren. Ob ihr Computerlinguistik oder euer anderes Fach als euer erstes Hauptfach angebt, hat dabei u. A. Auswirkungen darauf, in welchem Fach ihr eure Bachelorarbeit schreibt, ob ihr eine mündliche Prüfung ablegen müsst etc. Lest euch diesbezüglich am besten auch noch die Prüfungsordnung des anderen Faches aufmerksam durch.

Grundsätzlich gilt: Ihr müsst beinahe die gleichen Veranstaltungen besuchen wie der 75 % oder 100 % Bachelor, allerdings fallen noch einige Dinge weg: So muss nur noch ein statt fünf Proseminaren belegt werden (siehe das Modul Base Studies in Computational Linguistics). Die Informatikveranstaltungen, die bei höheren Fachanteilen belegt werden müssen sowie das Firmenpraktikum fallen zudem weg.

Das lässt euch ein wenig mehr Gestaltungsspielraum bei der Planung eurer Kurse: Generell wird gesagt, dass zwei Fächer auf 50 % zu studieren mehr Arbeit macht, als eines davon als Haupt- und das andere auf Nebenfach zu studieren. Bei so vielen Veranstaltungen in beiden Fächern kollidieren darüber hinaus häufig Vorlesungstermine. Aus diesem Grund solltet ihr euer Studium mit Bedacht planen, falls ihr wegen BAFöG oder aus anderen Gründen darauf angewiesen seid, es in Regelstudienzeit zu vollenden.

Nicht vergessen: Bei zwei 50 % Bachelorstudiengängen müssen i.d.R. für beide Fächer übergreifende Kompetenzen erbracht werden. Einen Kurs für beide Fächer als ÜK anrechnen zu lassen ist nicht möglich.

25 % Bachelor